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Für Studenten

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Eröffnung:

Sonntag,  17.02.2019

 11:30 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

30.3. –29.9.2019

Kunstverein Lippstadt

http://www.kunstverein-lippstadt.de

OCCULT  PARTY  RIOT  RITUS

Volker Heisener + Felix Meermann  

17.02.–07.04.2019

Beide Künstler kommen ursprünglich von der Graffiti-Malerei und der Street Art her, erweitern aber ständig ihr künstlerisches Spektrum. Heisener (geb. 1982) stammt aus Paderborn und lebt überwiegend dort. Für seine künstlerischen Impulse bekam er im letzten Sommer die ‘Paderborner Kulturnadel’. Meermann (geb. 1989) kommt aus der Umgebung von Soest und hat einige Jahre in Dortmund studiert. Zur Zeit geht er auf die Kunstakademie in Den Haag. Bekannt wurde vor allem Meermanns zweimalige Versetzung des geflügelten Nashorns, also des Abzeichens der Dortmunder Hochkultur, in die Dortmunder Nordstadt – 2015 und 2017. Dieses Nashorn war ein ebenso großartiges wie nur kurz haltbares Fantasie-Tier aus Wellpappe.

Die Malereien der beiden sind vielstimmig und heftig, ihre Installationen irritierend und spontan. Es sind weder richtige Bilder noch richtige Skulpturen. Die Qualität ihrer Arbeiten besteht vor allem darin, dass sie die Fantasie unglaublich anregen. Spitze und schnelle Bewegungen von Flächen und Linien verhindern jede objektive Feststellung und erzeugen starke Gefühle.

Bereits im Dezember 2017 hatten beide Künstler zusammen eine Installation im Kunstverein Lippstadt improvisiert (‘Between the Layers’). Man sah geisterhafte Figuren, dunkle Gestalten, schwankende Bäume, verzerrte Gesichter, Sterne, rotes Licht, Plastikfolie und eine Biertheke aus Pappe. Man konnte fast nichts erkennen, aber alles war äußerst eindrücklich.

Die jetzige Ausstellung ist nicht vorauszusehen. In den Wochen vor der Eröffnung denken sich Volker Heisener und Felix Meermann aus, was den Besucher erwartet. Zur Eröffnung gibt’s eine Performance…

Eine großformatige Broschüre dokumentiert die Ausstellung.

 

Otto Modersohn Museum Tecklenburg

Barbizon und Otto Modersohn

Meisterwerke von Corot bis Rousseau aus einer Privatsammlung

Seit etwa 1830 versammelten sich einige französische Maler im Dorf Barbizon beim Wald von Fontainebleau (etwa 60 km von Paris entfernt), um von dort aus in der unberührten Natur und unter freiem Himmel meist kleine und unspektakuläre Landschaftsmotive zu malen. Ihre Bilder lassen gewissermaßen den Betrachter am Moment des Malens unmittelbar teilnehmen. Die Bewegungen des Farbauftrags liegen offen zutage. Die fast skizzenhaften Andeutungen entführen den Betrachter in die jeweilige Atmosphäre und Stimmung eines kleinen Stückchens Natur. Der „Naturalismus“ dieser Maler kam ganz ohne idealisierende Überhöhung aus und wurde zum Vorbild für Künstler in ganz Europa.

Auch der junge Otto Modersohn war von diesen Malern begeistert. Mit 24 Jahren schrieb er: „Meine ganze Neigung gilt den Franzosen, ihr Geist umwebt mich beständig. Corots Werke sind mir die zarteste, seligste Musik. Alle Meister von Fontainebleau haben für mich darin das Gemeinsame, dass sie der Natur ganz allgemein ihre Bilder entnommen.“

All diese meist kleinen Gemälde richten sich an den aufmerksamen Betrachter, der sich mit wachem Auge in das Motiv und in die Akzente der Malerei hineinversetzt. Nicht umsonst spricht man von der „paysage intime“, dem intimen Landschaftsbild. Das Otto Modersohn Museum Tecklenburg hat das Glück, eine exquisite Auswahl solcher Bilder von einem Sammler geliehen zu bekommen, der in besonderem Maße ein solch waches Auge besitzt und mit behutsamer Sorgfalt jedes einzelne Werk für seine Sammlung ausgewählt hat.

 

 


 

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Lehrveranstaltung Studium im Alter

WWU Münster

WiSe 2018/19

 

Domplatz 20, F 5

Beginn: 11.10.2018

Weihnachtsferien

21.12.-04.01.

letzte Vorl. 31.01.






















Neu:

Hörsaal JO 1
in der Johannisstr. 1 (neben der Petrikirche)






























Konstruktion und Intuition.

Von Piet Mondrian bis Agnes Martin

Vorlesung
donnerstags 16.15 - 17.45 h

Im Kubismus wurden die Bilder aus besonders offenen und fragmenthaften Formen komponiert. Mehr als bisher fordern sie den Betrachter heraus, das Sichtbare zu ergänzen und die Zusammenhänge über die gegebenen Ansätze und Zwischenräume hinaus weiterzuführen. Seit etwa 1915 verstärkten ganz unterschiedliche Künstler an verschiedenen Orten solche weiterleitenden Impulse. Meist gehen diese „konstruktiven“ Verbindungen von klaren geometrischen Formen aus. 

In Russland und Osteuropa fanden einige Künstler sehr früh zu solchen markanten Bindegliedern des Sehens (Malewitsch, Lissitzky, Popova, Moholy-Nagy). Aber auch in den Niederlanden (Mondrian), Deutschland (Klee, Schlemmer, Baumeister, Freundlich) und der Schweiz (Taeuber-Arp, Bill) befassten sich Künstlerinnen und Künstler mit der Aktivierung des Sehens. Es geht also weniger um geometrische Konstruktionen als eher um einen aktiven Umgang des Betrachters mit  dem Werk. 

Wir lernen herausragende künstlerische Leistungen von den 1920er bis in die 1950er Jahre kennen – Suprematismus, Bauhaus, „konkrete“ Kunst – und gehen vergleichbaren „konstruktiven“ Ansätzen bis in die Gegenwart nach (Fruhtrunk, Morellet, A. Martin, Federle). Dabei beziehen wir uns auch auf Exponate der gleichzeitig stattfindenden Ausstellung „Bauhaus und Amerika“ im LWL-Museum für Kunst und Kultur. 

ppt-Präsentation konstruktion

Literatur:

Willy Rotzler: Konstruktive Konzepte: Eine Geschichte der konstruktiven Kunst vom Kubismus bis heute. 3. Auflage. Zürich 1995, ISBN 3-85504-113-X.

SoSe 2019

Expressionismus

Vorlesung    Do 16 – 18 Uhr

Beginn 4.4.19

Zu Anfang des 20. Jahrhunderts strebten viele junge Künstler in ganz Europa nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten. Sie wollten – so kann man vielleicht verallgemeinern – die Darstellung eines Zustandes überwinden, und sei er noch so momenthaft. Nichts in der Welt erwies sich als dauerhaft. So suchten sie nach Möglichkeiten, die fest stehende Bildfläche ganz und gar in unfixierbare Bewegung zu verwandeln. Das Bild drückt etwas aus, was es in seiner Unveränderlichkeit eigentlich nicht darstellen kann: Plötzlichkeit und Verflüchtigung, Wachsen und Zerstörung, widersprüchliche simultane Prozesse. Die vom Bild angeregten subjektiven Vorstellungen werden wichtiger als die Formen, die es objektiv zeigt.

Wir lernen die europäischen Ansätze zu solchen prozessualen Bildwirkungen kennen (van Gogh, Matisse, Picasso, Boccioni) und analysieren Bilder und Texte unter anderem von Modersohn-Becker, Kirchner, Kandinsky, Marc und Morgner. Dabei geht es weniger um Bestätigung von verbreiteten Ansichten über den Expressionismus als um den Nachvollzug von sehr verschiedenen Zusammenhängen – innerhalb eines einzelnen Bildes wie auch zwischen unterschiedlichen Bildern, Theorien und Künstlern

 

 

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Lehrveranstaltungen für Studenten

Kunstakademie Münster

[SoSe 2018

Aktives Sehen. Sensomotorik in der Kunst der Moderne

ppt-Präsentation Aktives Sehen_Seminar: aktivessehen 

ppt-Präsentation ausführlich: aktivessehen Teil 1 - Teil 2]

 

 

WiSe 2018/19

Was wird im „Konstruktivismus“ eigentlich konstruiert?

What is constructed in the art of „constructivism“?

Seminar

donnerstags, 14:15 – 15:45 Uhr

Beginn: 18.10.2018 

Seminarraum 1;     am 29.11. und 13.12. im LWL-Museum für Kunst und Kultur, Domplatz 10

Es können TN und LN erworben werden. 

Im Kubismus wurden die Bilder aus besonders offenen und fragmenthaften Formen komponiert. Sie fordern den Betrachter heraus, das Sichtbare zu ergänzen und die Zusammenhänge über die gegebenen Ansätze und Zwischenräume hinaus weiterzuführen. Seit etwa 1915 verstärkten ganz unterschiedliche Künstler an verschiedenen Orten solche weiterleitenden Impulse. Meist gehen diese „konstruktiven“ Verbindungen von klaren geometrischen Formen aus. 

In Russland und Osteuropa fanden einige Künstler und Künstlerinnen sehr früh zu solchen markanten Bindegliedern des Sehens (Malewitsch, Lissitzky, Popova, Moholy-Nagy, Kobro). Aber auch in den Niederlanden (Mondrian, van Doesburg), Deutschland (Klee, Schlemmer, Baumeister, Freundlich) und der Schweiz (Taeuber-Arp, Bill) befassten sich Künstlerinnen und Künstler mit der Aktivierung des Sehens. Es geht also weniger um geometrische Konstruktionen als eher um einen aktiven Umgang des Betrachters mit  dem Werk. 

Wir analysieren einzelne Werke und stellen sie in ihr historisches Umfeld. Dabei lernen wir herausragende künstlerische Leistungen von den 1920er bis in die 1950er Jahre kennen – Suprematismus, Bauhaus, „konkrete“ Kunst – und gehen vergleichbaren „konstruktiven“ Ansätzen bis in die Gegenwart nach (Fruhtrunk, Morellet, A. Martin, Federle).

Am 29.11. besuchen wir die Sammlung des LWL-Museums für Kunst und Kultur und am 13.12. die dort stattfindende Ausstellung „Bauhaus und Amerika“. 

Erwartet wird eine aktive Beteiligung an den Gesprächen. Grundlage für einen kleinen Leistungsschein ist die Nachbearbeitung einer Doppelstunde. Für einen großen Leistungsnachweis (Referat / Hausarbeit) sollten 2–3 der behandelten Werke (Auswahl in Absprache) verglichen werden. 

18.10.

Kubismus und Malewitsch

25.10.

Malewitsch (Forts.)

1.11.

Feiertag

8.11.

Popowa, Tatlin, Rodtschenko, Lissitzky, Kobro, Strzeminski

15.11.

Mondrian, van Doesburg

22.11.

Marc, Macke, Klee

29.11.

LWL-Museum für Kunst und Kultur, Domplatz 10, ständige Sammlung: Macke, Klee, Schlemmer, Moholy-Nagy, Vantongerloo; Noureldin

6.12.

Schlemmer, Moholy-Nagy

13.12.

LWL-Museum für Kunst und Kultur, Domplatz 10, Ausstellung Bauhaus und Amerika

20.12.

Otto Freundlich, „abstraction – création“, Taeuber-Arp, Bill

10.1.

Morellet, Kelly, A. Martin

17.1.

Günter Fruhtrunk und sein Umfeld

24.1.

Federle, Noureldin, Löbbert

Seminarplan download

ppt-Präsentation konstruktion

Literatur:

Willy Rotzler: Konstruktive Konzepte: Eine Geschichte der konstruktiven Kunst vom Kubismus bis heute. 3. Auflage. Zürich 1995, ISBN 3-85504-113-X. 

 

SoSe 2019

Expressionismus in Europa

Seminar        Do 14 – 16 Uhr

Beginn:        11.04.2019

Zu Anfang des 20. Jahrhunderts strebten viele junge KünstlerInnen in ganz Europa nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten. Sie wollten – so kann man vielleicht verallgemeinern – die Darstellung eines Zustandes überwinden, und sei er noch so momenthaft. Nichts in der Welt erwies sich als dauerhaft. So suchten sie nach Möglichkeiten, die fest stehende Bildfläche ganz und gar in unfixierbare Bewegung zu verwandeln. Das Bild drückt etwas aus, was es in seiner Unveränderlichkeit eigentlich nicht darstellen kann: Plötzlichkeit und Verflüchtigung, Wachsen und Zerstörung, widersprüchliche simultane Prozesse. Die vom Bild angeregten subjektiven Vorstellungen werden wichtiger als die Formen, die es objektiv zeigt.

Wir lernen die europäischen Ansätze zu solchen prozessualen Bildwirkungen kennen (van Gogh, Munch, Matisse, Picasso, Boccioni) und analysieren Bilder und Texte unter anderem von Kollwitz, Modersohn-Becker, Kirchner, Kandinsky, Marc und Morgner. Dabei geht es weniger um Bestätigung von verbreiteten Ansichten über den Expressionismus als um den Nachvollzug von sehr verschiedenen Zusammenhängen – innerhalb eines einzelnen Bildes wie auch zwischen unterschiedlichen Bildern, Theorien und Künstlern.

 

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